TransKiGs

Verbundprojekt TransKiGs

Stärkung der Bildungs- und Erziehungsqualität in Kindertageseinrichtungen und Grundschule – Gestaltung des Übergangs

Quelle: http://www.bildung-brandenburg.de/transkigs/

Quelle: http://www.bildung-brandenburg.de/transkigs/ (aktuelle TransKiGs Homepage)

TransKiGs ist der Name eines länderübergreifenden Verbundprojekts zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungsqualität in Kindertageseinrichtungen und Grundschule, sowie der Gestaltung des Übergangs zwischen beiden Bildungseinrichtungen. Daran beteiligten sich die Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Thüringen und NRW, welche mit länderspezifischen Schwerpunktsetzungen unter dem Dach eines gemeinsamen Leitziels unterschiedliche Konzepte erarbeiteten.

Das gemeinsame Leitziel des Projekts, welches von 2005 bis 2009 aktiv war, war es, die Bildungs- und Erziehungsqualität in Grundschulen und Kindertageseinrichtungen zu verbessern und einen Erfahrungs- und Kompetenztransfer in horizontaler und vertikaler Richtung in Gang zu setzen. Das wichtigste Ziel dabei sollte die Verbesserung des Übergangs zwischen beiden Bildungsbereichen sowohl für die Kinder, als auch für die Eltern sein.

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Das Verbundprojekt gliederte sich in vier Module, welche den Rahmen absteckten, innerhalb dessen die Bundesländer unterschiedliche Schwerpunkte setzten.

Die Module hießen:

  • Implementationsansätze für Bildungskonzepte und Bildungspläne
  • Konzeptualisierung des Bildungsverlaufs und der Übergänge
  • Konzeptualisierung des Verhältnisses von Familie und Bildungseinrichtungen
  • Weiterentwicklung der Systemsteuerung im Elementar- und Primarbereich im Hinblick auf eine effiziente und nachhaltige Umsetzung des Bildungsauftrags

Die Vorgehensweise der beteiligten Länder war dabei aufgrund der individuell gesetzten Schwerpunkte unterschiedlich. Berlin, Bremen und Thüringen  beschäftigten sich vorrangig mit der Kooperation zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen und entwickelten innovative Konzepte zur praktischen institutionsübergreifenden Zusammenarbeit.

Brandenburg dagegen konzentrierte sich auf die fachliche Steuerung und die Erarbeitung einer gemeinsamen Bildungsphilosophie beider Institutionen, mit dem Ziel, die Verzahnung von Konzeptualisierung und Qualitätsmessung im Elementarbereich zu fördern.

NRW setzte seinen Schwerpunkt bei der Erfassung und Analyse guter Beispiele für existente Kooperationen zwischen Elementar- und Primarbereich. Dadurch sollte festgestellt werden, wie die Kooperation derzeit aussah und was daran gut und was weniger gut funktionierte, um anschließend den weiteren Kooperationsprozess zu optimieren.

Die Ergebnisse des Verbundprojekts bilden einen Leitfaden für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen. Das Konzept sieht drei zu verfolgende Linien vor:

1. Intensivierung der Zusammenarbeit durch Kennenlernen der pädagogischen Konzepte der Partner. Hierzu sollen sich Erzieherinnen und Lehrerinnen gemeinsam mit externen Moderatoren zusammen setzen, um die jeweiligen Konzepte und Philosophien zu besprechen. Auch gegenseitige Hospitationen sind vorgesehen.

2. Bessere Kooperation durch durchgängige Unterstützung seitens der Träger der Einrichtungen und deren Leitung. Es werden gemeinsame Fortbildungen von Erzieherinnen und Lehrerinnen vorgeschlagen. Auch sollen die Handlungsziele der gemeinsamen Zusammenarbeit formuliert werden, nachdem man den Ist-Stand der jeweiligen Kooperationen analysiert hat. Selbstverständlich ist auch die teaminterne Unterstützung seitens der eigenen Kollegen sehr wichtig.

3. Einbeziehung der Eltern. Es wird angestrebt, dass sich Erzieherinnen, Lehrerinnen und die Eltern über den Entwicklungsstand von Kindern austauschen. Ziel soll sein, die Elternarbeit zu koordinieren und aufeinander abzustimmen. Im gleichen Atemzug sollen auch gemeinsame Bildungsprojekte in die Wege geleitet werden, um die Zusammenarbeit von Kindertagesstätten, Schulen und auch der Eltern zu intensivieren. Damit die ehrgeizigen Ziele nicht im Sande verlaufen, sondern dauerhafte Wirkung zeigen, soll zwischen den Einrichtungen ein schriftlicher Kooperationsvertrag geschlossen werden.

Bezüglich der gemeinsamen Fortbildung von Erzieherinnen und Lehrerinnen und dem Ausbau einer gemeinsamen Lernphilosophie werden mehrere Punkte hervorgehoben:

  • Zusammenarbeit in Form einer Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
  • Dokumentation und Beobachtung von Bildungsprozessen
  • Die Bedeutung des Übergangs für das Kind
  • Abstimmung bezüglich der Lernkultur beider Institutionen
  • Entwicklung der Sprachkompetenz von Kindern zwischen vier und acht Jahren

letztes Update Dezember 2015