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Beiträge zur Gestaltung des Übergangs

Ulrike Graf, Annette Samuel: Alles neu!? Überlegungen zur didaktisch-methodischen Anschlussfähigkeit zwischen Kindergarten und Grundschule

Der vorliegende Beitrag legt das Augenmerk auf die Frage der didaktisch-methodischen Anschlussfähigkeit. Damit ist er in der Debatte um „Transitionskompetenz als Kompetenz des sozialen Systems“ (Griebel/Niesel 2005) angesiedelt und spricht die Professionalität der pädagogischen Fachkräfte in beiden Institutionen an. Transitionskompetenz der sozialen Systeme Kindertagesstätte und Grundschule äußert sich in einem gelungenen Austausch der abgebenden und aufnehmenden Pädagoginnen und Pädagogen. Er setzt, so die Kernthese des Beitrags, Beschreibungskategorien über Formen der pädagogischen Praxis im Elementar- wie Primarbereich, voraus. Die Autorinnen stellen ein Beobachtungsschema dar, mit dessen Hilfe Pädagoginnen und Pädagogen anschlussfähige Elemente ihrer jeweiligen Bildungspraxis identifizieren können. Gelingt ein Austausch zwischen den abgebenden und aufnehmenden Pädagoginnen und Pädagogen, werden Kinder sowohl vor Verkümmerung bisher erworbenen Könnens als auch vor Überforderung bewahrt.

Michael Jäger: Innovation durch Kooperation - Anregungen zum Transfer in TransKiGs

Innovationen im Bildungssystem werden erst dann wirksam, wenn sie den kleinen Kreis der Entwickelnden verlassen und sich in einem breiteren Feld bewähren. TransKiGs steht hier vor einer besonderen Aufgabe, da im Rahmen der Entwicklung Schulen und Kindertagsstätten zusammenarbeiten, um den Übergang zwischen diesen Organisationen für die Kinder zu erleichtern. Die Organisationen selbst weisen jedoch traditionell unterschiedliche Herangehensweisen an die Bildungsprozesse von Kindern und unterschiedliche eigene Bildungs- und Entwicklungsgeschichten auf. Der Beitrag von Michael Jäger beleuchtet, wie vor diesem Hintergrund ein erfolgreicher Transfer von Konzepten und Erkenntnissen aus der Projektarbeit vorbereitet und angestoßen werden kann. Die Kooperation der beiden Systeme stellt dabei den Schlüssel zur Entwicklung und Verbreitung der Innovation dar – und ist gleichzeitig selbst eine Innovation, auf die zukünftige Adressaten vorbereitet werden müssen.

Heike Deckert Peacemann: Übungen zum Thema Schulanfang - Anregungen zur Entwicklung eines pädagogischen Konzepts zur Übergangsgestaltung

Möchte man neue Konzepte für den Übergang vom Elementar- zum Primarbereich entwickeln, die dann auch in der Praxis wirksam werden, so ist es notwendig, einen „fremden Blick“ auf scheinbar selbstverständliche Vorstellungen und Praktiken zu werfen. Es bedarf dabei der Irritation und der Distanz auf das, was „man weiß“ und was „man macht“. Dieses Verfremden und Hinterfragen bedeutet jedoch nicht eine vollständige Abkehr von bisherigen Praktiken. Es kann aber helfen, zu überprüfen, ob Ansichten und Praktiken noch den ursprünglichen Zielen entsprechen bzw. ob sie im Einklang mit neuen Zielen stehen. Heike Deckert-Peaceman beschreibt in ihrem Beitrag elf Übungen, die Impulse zum Reflektieren der Alltagspraktiken im Übergang vom Elementar- zum Primarbereich bieten. Die Übungen sollen pädagogische Fachkräfte aus dem Elementar- und Primarbereich dabei unterstützen, ein klares pädagogisches Konzept des Übergangs zu entwickeln.

Harald Uhlendorff: Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen und Eltern

Kooperation als elterliche Mitbestimmung bei der Arbeit von Bildungseinrichtungen ist eine gesetzlich geregelte, demokratische Notwendigkeit, die gleichzeitig persönliche Entwicklungschancen für alle Beteiligten bietet. Wir haben immer wieder festgestellt, dass das Verhältnis zwischen Eltern und Bildungseinrichtungen beim Übergang zur Grundschule im Vergleich zu späteren Jahren gut ist. Eltern mit ihrem Interesse für Bildungs- und Erziehungsfragen werden daher gern in die pädagogische Arbeit einbezogen. So gelingt es den Eltern wertvolle und positive Erfahrungen im Umgang mit Bildungseinrichtungen zu vermitteln und eine intensive Zusammenarbeit zwischen Familie und Schule vorzubereiten. Im TransKiGs-Projekt wird dieser Kooperation, mit dem Modul „Konzeptualisierung des Verhältnisses von Familie und Bildungseinrichtungen“ ein hoher Stellenwert zugesrpochen. Der Beitrag von Harald Uhlendorff beleuchtet die in diesem Modul formulierten Fragen auf der Grundlage wissenschaftlicher und teilweise auch praxisorientierter Literatur.