Hier finden Sie folgende Informationen zur Projektphase I des TransKiGs-Projekts NRW:
Die Ergebnisse aus Projektphase I sind auf einer eigenen Homepage dargestellt:
Seit den 1970er Jahren war die Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule und die Kooperation der beteiligten Einrichtungen immer wieder Thema in pädagogischen Kreisen. In Nordrhein-Westfalen wurde seit 1988 die Kooperation zwischen Grundschulen und Kindertageseinrichtungen mit verschiedenen Erlassen und Gesetzen, aber auch mit Konzepten und der Bildungsvereinbarung verankert. Vor diesem Hintergrund entstanden die heute praktizierten gemeinsamen Informationsveranstaltungen für die Eltern der Vierjährigen. Ebenso verbinden sich damit zahlreiche Einzelinitiativen und verschiedene Arbeitskreise, die mehr oder weniger aktiv gemeinsame Projekte gestalten und im Austausch miteinander sind. Auch ein Teil des BLK-Projektes FörMig zur Förderung von Migrantenkindern arbeitet vor diesem Hintergrund.
Geblieben sind aber nach wie vor die ungleichen Ausbildungsstandards von Erzieherinnen und Lehrerinnen, die ungleiche soziale Stellung und Bezahlung der pädagogischen Fachkräfte und nicht zuletzt die sehr eigenständigen, oft als konträr empfundenen Bildungskonzepte. Geblieben sind in weiten Kreisen auch die historisch gewachsene Ressentiments zwischen Lehrerinnen auf der einen Seite und Erzieherinnen und Sozialpädagoginnen auf der anderen Seite, wodurch die Zusammenarbeit oftmals erheblich behindert wird.
Umso dringlicher ist es, vor dem Hintergrund sich ändernder Aufgaben in Kindergärten und in der Schuleingangsphase neue Wege der Kooperation zu eröffnen. Der Übergang zwischen den Institutionen zu einem begleiteten, kontinuierlichen Prozess zu machen, ist zu einer gemeinsamen Aufgabe geworden, die gemeinsame fachliche Grundkenntnisse, gemeinsamen fachlichen Austausch und den Umgang mit der jeweils anderen Institution auf Augenhöhe voraussetzt. Nur so kann es gelingen, den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule für das einzelne Kind qualitativ zu verbessern. Dies ist mit Blick auf Pisa und empirische Untersuchungen unerlässlich für ein Gelingen des späteren individuellen Bildungsweges.
Mit der Zielsetzung einer qualitativen Verbesserung für das einzelne Kind soll in Nordrhein-Westfalen ein Kooperations- und Fortbildungssystem entwickelt und aufgebaut werden,
Hieraus ergeben sich vier Aufgabenschwerpunkte:
Grundlage für die Teilnahme am Projekt ist Freiwilligkeit. Die Bereitschaft der teilnehmenden Institutionen, zum Wohle des Kindes, aber auch zur Verbesserung der eigenen Arbeitsqualität mitzuarbeiten, ist Voraussetzung.
Entsprechend ist das Projekt zunächst einmal offen für solche Verbünde, die sich bereits zusammengeschlossen haben und andere an ihren Erfahrungen teilhaben lassen wollen. Erwarten können diese Verbünde, dass Sie in der Entwicklung ihrer Kooperation unterstützt werden und erste bedarfsorientierte Fortbildungsangebote erhalten.
Zeitgleich werden Strukturen auf den verschiedenen Ebenen aufgebaut, angefangen von regionalen Arbeitskreisen bis hin zur obersten Ebene, in der unter anderem Mitglieder der Verbände, der oberen Schulaufsicht, der Landesjugendämter und der Elternverbände vertreten sein werden. Ziel ist, durch die gemeinsame Arbeit von Jugendhilfe und Grundschule auf den verschiedenen strukturellen Ebenen Unterstützung für die Kooperationsverbünde bereitzustellen.
Sukzessive wird das Projekt geöffnet für weitere interessierte Kooperationspartner, die entweder bisher noch nicht zusammengearbeitet haben oder deren Arbeitskreise nicht mehr bestehen. Sie erhalten noch zu entwickelnde Arbeitshilfen und eine Einbindung in das Strukturnetz.
Folgende Möglichkeiten eröffnen sich für die Teilnehmer:
Erwartungen an die Teilnehmer
Von den Teilnehmern wird erwartet, dass sie sich aktiv in den Kooperationsprozess einbringen. Dies bedeutet:
Bisher beteiligte Stadt- und Landkreise
Hier finden sie eine Karte, die einen Überblick gibt über alle bisher beteiligten Stadt- und Landkreise in Nordrhein-Westfalen. Sie arbeiten teilweise unabhängig von TransKiGs. Teilweise beziehen sie TransKiGs in ihre Entwicklungsprozesse ein.